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Alice Creischer & Andreas Siekmann

Alice Creischer & Andreas Siekmann sind Künstlerin und Künstler und leben in Berlin. Sie kuratierten die Ausstellungen Das Potosí-Prinzip (mit Max Jorge Hinderer) und Potosí-Prinzip – Archiv (2021) über Extraktivismus, nicht nur in Bolivien, die 2010-11 und 2021 im Haus der Kulturen der Welt / HKW präsentiert wurden.

Ana Alenso

Ana Alenso ist eine venezolanische Künstlerin, die in Berlin, Deutschland, lebt. Mit den Mitteln der Skulptur, Fotografie, Installation, Sound und Video, bilden ihre Arbeiten einen allegorischen Kosmos, der die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Risiken und Konflikte des Abbaus natürlicher Ressourcen reflektiert. Alenso studierte Medienkunst und Design an der Bauhaus-Universität Weimar, Kunst im Kontext an der Universität der Künste Berlin und Malerei an der Armando Reveron University of the Arts in Caracas. Sie erhielt zahlreiche Förderungen und Stipendien, unter anderem von der Stiftung Kunstfonds, dem DAAD und der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie den Berliner Kunstpreis. Sie nahm an Residency-Programmen des Goethe Instituts in Chile, der Villa Sträuli in der Schweiz, der Urbane Künste Ruhr und des KunstVerein Ruhr in Deutschland, teil. Zu ihren jüngsten Ausstellungen und Kollaborationen gehören: Oil, Beauty and Horror in the Petrol Age im Kunstmuseum Wolfsburg (Deutschland); die Konferenz Experience of Oil im Stavanger Museum (Norwegen); The Garden Bridge im Brücke Museum sowie The Metabolic Rift / Atonal, El Museo de la democracia in der nGbK und Terrestrial assemblage, einer Zusammenarbeit mit Floating University, in Berlin (Deutschland).
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Angela Thomas

Angela Thomas, Jahrgang 1965, absolvierte von 1981 bis 1983 eine Ausbildung zur Elektronikfacharbeiterin für Vakuumelektronische Erzeugnisse im Berliner VEB Werk für Fernsehelektronik (WF) an den Standorten Nalepastraße und Treptow. Nachdem sie ihre Ausbildung abgeschlossen hatte, arbeitete sie im WF in verschiedenen Bereichen, zuletzt in der Endfertigung von Farbbildröhren. 1993 wurde der Werkteil Farbbildröhre von Samsung SDI übernommen. 2005 wurden alle Mitarbeiter*innen entlassen und der Betrieb geschlossen. Heute engagiert sich Angela Thomas ehrenamtlich im Industriesalon Oberschöneweide und in der Nähwerkstatt Kinderkram in Adlershof, Berlin.

Aurora Castillo

Aurora Castillo erforscht anhand ihrer Skulpturen, Malereien, Zeichnungen und Installationen aus feministischer Perspektive die Räume und Kräfte der Berührung und Verflechtung, die Prozesse der Formwerdung ermöglichen. Ihre Arbeiten aus Stahl, Aluminium und durchscheinenden Stoffen schaffen fiktive Organismen und Objekte, die in ihrer Abstraktion Fragen zu Relationalität und Vergnügen aufwerfen. Sie interessiert sich für Weichheit und Durchlässigkeit als Qualität in der Kunst, im Gegensatz zu den kolonialistischen Vorstellungen von Stärke und Widerstand. Sie studierte am Instituto Vocacional de Arte Manuel J. de Labardén (IVA) und an der Schule für Bildende Künste Rogelio Yrurtia in Buenos Aires, Argentinien. Zu ihren jüngsten Ausstellungen gehören Nebhundular (Moria Galería, Buenos Aires, 2021), Gauzy. KM1 public interventions (Buenos Aires Museum of Modern Art, 2021), A sketch of organized openness (Munar Arte, Buenos Aires, 2019). Sie hat u.a. an Gruppenausstellungen in Galeria Nora Fisch, Munar Arte, Moria Galería, PROA 21, Cultural Center of Belgrade und Lebensohn Foundation teilgenommen. Sie lebt und arbeitet in Buenos Aires.
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Can Kurucu

Can Kurucu (1986/Türkei) studierte Bildende Kunst an der Marmara Universität in Istanbul, später an der Bauhaus-Universität Weimar und zuletzt Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin bei Hito Steyerl. Der Fokus seiner künstlerischen Praxis liegt in der Erforschung von Prozessen und Bedeutungen digitaler Bildproduktion. Seine Arbeiten finden ihre Form meist als Film-, Video- und Audioarbeiten und Installationen, in denen er ebenfalls einen dokumentarischen Ansatz erprobt. Er ist Teil des Research Institute for Technical Aesthetics (RITA), das sich anhand von Diskussionsformaten politischer Forschung widmet. Can kollaboriert mit politischen Aktivistenkollektiven wie Protest-Oper Lauratibor, Theater X und Neue Nachbarschaft Moabit, deren Aktivitäten er dokumentiert. In der letzten Zeit recherchiert er zu Quellen, Ursachen und Auswirkungen des Aufstandes rechtskonservativer Gruppen, um deren Beziehung zu den Medien und zur Geschichte zu verstehen. Seine Arbeiten wurden u.a. im Museum für Fotografie, Berlin, im Babylon Kino in Berlin, an der Bauhaus-Universität in Weimar und im Künstlerhaus Dortmund sowie in Istanbul, Madrid und Ljubljana gezeigt.
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Constanze Fischbeck

Constanze Fischbeck arbeitet als Bühnenbildnerin und Filmemacherin im Kontext von Theater und Bildender Kunst. Ausgangspunkt von Fischbecks Arbeiten ist der Raum, die Gegenwart und der gesellschaftliche Kontext spezifischer Orte. In ihren filmischen Arbeiten verbindet sie Raumanalyse mit inszeniertem Diskurs und performativen sowie dokumentarischen Elementen. In ihren Entwürfen für das Theater interagieren Projektionen und Bewegtbild mit transformativen Raumstrukturen. Constanzes Arbeiten entstehen oft kollaborativ und im Dialog mit Künstler*innen und Expert*innen. Ihre Arbeiten werden international auf Festivals, in Kunstinstituten und Theatern präsentiert. Seit 2019 lehrt sie als Professorin für Szenografie an der HfG Karlsruhe.

Cristóbal Bonelli

Cristóbal Bonelli ist Psychologe, Psychotherapeut und Anthropologe. Er arbeitet derzeit am Fachbereich für Anthropologie der Universität von Amsterdam. Er ist leitender Forscher des ERC-Projekts "Worlds of Lithium", in dem er und sein Team die sozio-ökologischen Folgen von Dekarbonisierungsstrategien in Chile, China und Norwegen untersuchen. Er betreibt Langzeit-Forschungsprojekte im Norden und Süden Chiles, wo er mit dem Center for Intercultural and Indigenous Research (CIIR) zusammenarbeitet.
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Elisa T. Bertuzzo

Elisa T. Bertuzzo ist Ethnographin und Stadtforscherin und lebt in Berlin.

Eva Hertzsch & Adam Page

Eva Hertzsch & Adam Page are artists and live in Berlin.

Helmuth Albrecht (TU Bergakademie Freiberg)

Prof. Dr. Helmuth Albrecht ist seit 1997 Direktor des Instituts für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte (IWTG) an der TU Bergakademie Freiberg. Er forscht und publiziert zur historischen Innovationsforschung, zur Industriekultur sowie zum industriellen Welterbe. Er leitete die dort ansässige Projektgruppe Montanregion Erzgebirge, die den wissenschaftlichen Teil der 2019 zum Erfolg geführten UNESCO-Welterbe-Bewerbung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří vorbereitete.
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knowbotiq (Yvonne Wilhelm, Christian Huebler)

knowbotiq (Yvonne Wilhelm, Christian Huebler) experimentieren mit Formen und Medialitäten des Wissens, politischen Repräsentationen und epistemischem Ungehorsam. In ihren jüngsten Projekten untersuchen und inszenieren sie unmenschliche Geographien mit dem Fokus auf algorithmischer Gouvernementalität, libidinösen und affektiven Ökonomien und postkolonialer Gewalt. In verschiedenen Formaten (performativen Settings, kritischen Fabulationen, Erfindungen, Begegnungen) erkunden knowbotiq molekulare, psychotrope und derivative Ästhetiken. knowbotiq haben eine Professur an der Zürcher Hochschule der Künste inne.
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Leni Roller

Leni Roller, 1994 in Stuttgart geboren, hat an der Eberhard Karls Universität Tübingen Empirische Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft studiert. Ihr Masterstudium der Europäischen Medienwissenschaft schloss sie an der Universität und Fachhochschule Potsdam mit dem Film Lithium Stories ab. Der alltägliche Gebrauch von Lithium und seine zumeist verborgene Existenz hat sie dazu motiviert, der Lieferkette bis zu einem Ort des Lithium-Abbaus zu folgen. Ziel dabei war, mit lokalen Begegnungen in und um den bolivianischen Salar de Uyuni Gegennarrative zu finden und verschiedene Verbindungslinien zu visualisieren. Leni Roller studierte und arbeitete in zahlreichen Ländern wie Frankreich (Martinique und Straßburg), Bolivien (Santa Cruz de la Sierra) und Spanien (Barcelona). Seit August 2021 arbeitet sie in der Abteilung Kommunikation und Marketing am Hans Otto Theater Potsdam.
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Maryam Katan

Maryam Katan (1989, Teheran) ist Künstlerin und arbeitet mit Animation, Film und audio-visuellen Installationen. Das Verlagern und Neu-Positionieren von Bedeutungen außerhalb ihres ursprünglichen Diskurses, um nach alternativen kognitiven Modellen zu suchen, ist ein Merkmal ihrer Praxis. In jüngster Zeit erforscht sie das Potenzial von Animation und “Re-Animation” als Akt des Widerstands. Ihre frühen Arbeiten befassen sich mit virtuellen Identitäten, immersiven Medien, alternative Vorführungsweisen, der Interaktion zwischen Video und Performance und die Rolle der Kunst in unbestimmten Räumen. Sie beschäftigt sich ebenfalls mit Fragen der Experimentation in, und alternativen Räume für, Animation, unter anderem als Redakteurin der Sektion für experimentelle Animation in "Cinema - animation", einer Vierteljahreszeitschrift der DEFA (Documentary & Experimental Film Center of Iran), oder als Vorstandsmitglied von "Animation; Experiment", das kollektive Projekte innerhalb des Projektraums New Media Society (Teheran) realisiert. Sie hat einen Master-Abschluss in Animation von der Tarbiat Modares Universität, Iran, und studierte Audiovisuelles am KASK & Conservatorium, HoGent, Belgien. Derzeit lebt und arbeitet sie in Berlin.

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Oscar Choque (Ayni, Verein für Ressourcengerechtigkeit e.V.)

Oscar Choque ist Referent für entwicklungspolitische Themen. Aufgewachsen in einem Bergbaudorf in Bolivien, erlebte er die Folgen des Bergbaus aus erster Hand. Nach der Krise in der bolivianischen Bergbauindustrie studierte er in Russland und schloss seine akademische Laufbahn in Deutschland (Master of Science in Waldressourcenmanagement) ab. Nachdem er als Referent und Moderator im Bereich Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung in verschiedenen Bildungseinrichtungen tätig war, arbeitet er seit 2017 als Eine-Welt-Fachpromotor für Ressourcengerechtigkeit im Freistaat Sachsen. Er ist Mitglied der bolivianischen NGO Ayni für Ressourcengerechtigkeit e.V., mit Hauptsitz in Leipzig und Dresden. Oscar Choque bezieht seine persönlichen Erfahrungen und seinen breiten akademischen und praktischen Hintergrund in seine Vermittlungsarbeit mit ein, die sich auf die Sozioökonomie des konventionellen Bergbaus, und in jüngster Zeit, auf die Konflikte um die Lithiumgewinnung aus Salzseesolen in der Salzwüste Uyuni (Bolivien) beziehen.
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Pablo Torres

Der lateinamerikanische Klangkünstler und Anthropologe Pablo Torres erforscht sozio-kulturelle Phänomene mit akustischen Mitteln. Inspiriert von neuen materialistischen Perspektiven, möchte er die Möglichkeiten des Verständnisses von Verflechtungen verschiedener Naturen erweitern. Er findet großes Interesse an sensorischen und affektiven Erfahrungen als Kanäle für spekulative Öffnungen und die Erneuerung kosmopolitischer kollektiver Imaginationen.

Sonja Hornung

Sonja Hornung wurde 1987 in Naarm/Melbourne geboren. Sie wohnt und arbeitet seit 2012 in Berlin. Ihre künstlerische Praxis nimmt oft als Ausgangspunkt urbane Krisen, die von Privateigentum, Gentrifizierung, und Finanzialisierung vorangetrieben werden – sie untersucht, wie sich dadurch Beziehungen zwischen Raum und Körper ändern. Sie organisiert zusätzlich Ausstellungsprojekte und Veranstaltungen zu denselben Themen, vor kurzem das Ausstellungsprojekt gegen\archive: wer bleibt wo in der Prater Galerie, Berlin, die Veranstaltungsreihe ZickZack mit dem Kollektiv x-embassy, sowie die Installation THE ESG SHOW im sign, CIAT - Contemporary Institute for Art & Thought, Berlin.
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Susan Newman

Susan Newman ist Professorin und Leiterin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Open University, Milton Keynes. Zuvor war sie an der University of West of England, dem International Institute for Social Studies der Erasmus-Universität Rotterdam und der University of the Witwatersrand tätig. Sie promovierte 2009 an der School of Oriental and African Studies zum Thema "Futures markets and coffee prices". Zu ihren Forschungsinteressen zählen die politische Ökonomie der industriellen Entwicklung, die Beziehung zwischen Finanzflüssen und Produktionsweisen sowie die sozialen Beziehungen von Produktion und Austausch in Agrar- und Lebensmittelketten. Susan setzt sich für die Förderung von politischer Ökonomie, Interdisziplinarität und Pluralismus in den Wirtschaftswissenschaften ein. Sie ist Mitglied von Reteaching Economics, einer internationalen Initiative für Political Economy (IIPPE) und Responsible Global Value Chains. Sie ist Senior Research Associate der Universität von Johannesburg und Mitglied des Centre on Labour and Global Production (CLGP) der Queen Mary University of London. Susan ist derzeit Mitglied des Redaktionsbeirats der Review of Radical Political Economics, nachdem sie 2010 für ihre erste akademische Veröffentlichung über "Financialisation and the Changing Social Relations along Coffee Commodity Chains" den Best-Paper-Award der Zeitschrift gewonnen hatte.

Thomas Turnbull

Thomas Turnbull ist Geograph und Historiker.